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KIEL, 26. - 28. September 2025


Timbre - Die Vermessung des Klanges

Multi-Mediale Klangkunstausstellung
Erik Fink, Timo Milke, Jakob Rieke, Émilie Schmidt




Die Vermessung des Klanges ist der Versuch, physikalische, numerische oder kompositorische Parameter des ephemeren Mediums
sichtbar zu machen, ins Verhältnis zu setzen - oder umgekehrt: Daten in "sinn-lichen" Klang zu übertragen.
Am Ende ist es vor Allem die Metaphysik, das Timbre, die Zwischentöne, die im Inneren die Verbindung zwischen den Welten erzeugt...

Die Raumzeichnung "Die Summe aller Punkte des Moments" des Kieler Zeichners und Musikers Eric Fink (Johann Sommer),
bildet die Grundlage der Ausstellung:

Ausgehend von einem stummen Klangartefakt aus Hammer und Amboss wird die Schallwellenausbreitung in gleichmäßigen
Abständen auf die rund 200m² große Bodenfläche übertragen. Dabei entstehen auch Überlagerungen und Auslöschungen in
der Interaktion mit den Exponaten der anderen Künstler*innen und der Architektur.

Die Installation "Klangsäulen" von Émilie Schmidt basiert auf einer synästhetischen Vision während eines Konzerts:
Fünf lebensgroße Säulen aus gestapeltem verkohlten Papier und leuchtenden Glasscheiben. Von jeder Säule geht ein
individueller Ton aus, welche alle zusammen einen Raumakkord bilden. Die Zusammensetzung des Akkords verändert sich
permanent durch unterschiedliche Tonlängen und durch das Durchschreiten des Raumes.

In verschiedenen Arbeiten zeigt der Medienkünstler und Bildhauer Timo Milke die mediale Verschränkungen von Grafik,
Klang und Video. Ausgehend vom einen Medium werden die Parameter in ein anderes übertragen und lassen so sonifizierte
Bild- und Klangwelten entstehen...

Jakob Riekes Bildwelten setzen sich aus zerschnittenen und neu zusammengesetzten abstrakten Malereien zusammen
und könnten gleichsam die Kompositionen seiner musikalischen Darbietungen bilden, die aus sich stetig leicht
verschiebenden Loops bestehen, welche aus Improvisationen auf einem Eigenbau-Instrument gespeist werden.